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  • Sabine Kurtz

Die Gastronomie ist noch nicht über den Berg – Wintersaison bereitet Sorgen

„Immer Vorwärts“, steht im Wappen der Familie Banzhaf. In vierter Generation betreibt sie das Traditionsrestaurant „Grüner Baum“ in einem Fachwerkhaus aus dem Jahr 1726 im Leonberger Teilort Warmbronn. „In diesem Jahr sind wir nicht so vorwärtsgekommen, wie wir wollten“, erzählt Martin Banzhaf mit Blick auf die ursprünglich geplanten und nun verschobenen Renovierungen. Dennoch kann er der Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz berichten, dass „wir ganz gut über den Sommer gekommen sind“. Dazu haben die Stammgäste und die treuen Freunde der guten und regionalen Küche beigetragen, aber auch die Kreativität des Gastronomenehepaars Banzhaf. Den gemütlichen gestalteten Innenhof, in dem Sabine Kurtz eine Kaffeepause einlegt, gibt es erst, seitdem das Coronavirus zu Abstands- und Hygienemaßnahmen zwingt. Bei frischer Luft und unter großen Sonnenschirmen können sich die Gäste sicher fühlen.

Wintersaison wird Herausforderung

Sorgen bereitet Martin Banzhaf jedoch die bevorstehende Wintersaison. Im Innenbereich hat er die Platzzahl bereits reduziert und Raumteiler angebracht. Klar ist für ihn aber, dass mit den gebotenen Abstandsregelungen ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich wird. „An einem Tisch dürfen derzeit höchstens bis zu 20 zusammengehörende Personen ohne Abstand zusammensitzen, zu allen anderen Gästen muss ein Abstand von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein“, erklärt Sabine Kurtz. Bei privaten geschlossenen Gesellschaften dürfen bis zu 100 Personen zusammenkommen. Das gilt aber nicht für Betriebs- und Weihnachtsfeiern, die neben Familienfeiern eigentlich einen maßgeblichen Teil des Umsatzes von Martin Banzhaf ausmachen. Daher hatte er sich an die Landtagsabgeordnete gewandt mit der Frage, inwieweit Luftfilteranlagen geeignet seien, das Problem zu lösen.

 

Leider kann Sabine Kurtz keine erfreulichen Nachrichten überbringen. Ihre kurzfristige Nachfrage beim Sozialministerium hatte nämlich ergeben, dass mobile Luftreiniger zwar ergänzend zum normalen Lüften in Innenräumen eingesetzt werden können. Sie würden aber nicht ausreichen, um wirkungsvoll über einen längeren Zeitraum Schwebepartikel aus der Raumluft zu entfernen. Das Sozialministerium berufe sich dabei auf die Stellungnahme der Kommission Innenraumluft des Umweltbundesamts (IRK) vom 12. August. Statt der Luftfilter könnten aber große Trennwände wie z.B. Plexiglasscheiben Abhilfe schaffen. Wenn sie eine Tröpfchenübertragung zwischen anwesenden Personen weitestgehend vermeiden können, sei damit ein Abweichen von der Allgemeinen Abstandsregel erlaubt, zitiert Sabine Kurtz aus der Antwort des Sozialministeriums.

 

Not macht erfinderisch

Martin Banzhaf bedauert, dass Luftreiniger vorerst keine Lösung sind. Getreu dem Motto „Immer vorwärts“ wird er versuchen, seinen Betrieb über Wasser zu halten. So denkt er für den Winter schon über besondere Aktionen im Außenbereich nach, wie ein Glühweinausschank oder Adventsaktionen.   Sabine Kurtz sagt zu, die Sorgen und Nöte in der Gastronomie auch in der CDU-Landtagsfraktion nach der Sommerpause wieder zur Sprache zu bringen. Die CDU-Landtagsfraktion setze sich derzeit bei den Kommunen dafür ein, den Gastronomen in diesem Winter ausnahmsweise das Betreiben von Heizpilzen wieder zu erlauben.  Schon zu Beginn der Corona-Krise hatte Sabine Kurtz außerdem gemeinsam mit den beiden anderen CDU-Abgeordneten im Kreis Böblingen, Marc Biadacz und Paul Nemeth, eine Telefonkonferenz für die Gastronomen im Kreis angeboten. Schon damals war klar, dass diese Branche von der Krise ganz besonders getroffen und auf politische Unterstützung angewiesen ist.

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